Pfalz Inferno Ultras Kaiserslautern

1. Spieltag 1.FC Kaiserslautern – Hannover 96 2:1

Zum ersten Heimspiel der Saison zeigten wir ein dreiteiliges Spruchband in Richtung der DFL-Geschäftsführerin Donata Hopfen. Diese äußerte bereits im Mai ihre Pläne die Bundesliga zur digitalsten Liga der Welt zu machen, sowie mit neuen Kameras und virtueller Realität den Zuschauer am mobilen Endgerät ein noch besseres ‚Stadionerlebnis‘ verschaffen zu wollen. Auch wenn die Aussage mittlerweile zwei Monate zurückliegt, hat sie nichts von ihrer Aktualität verloren, zeigt sie doch in erschreckendem Maße wie ahnungslos Frau Hopfen ihre Aufgaben in der Chefetage der DFL wahrnimmt. Der Fußball krankt nicht etwa daran, dass er zu wenig vermarktet würde. Viel mehr liegt genau dort das Problem, da sich seit Jahren immer mehr von der Basis des Volkssports entfernt wird und der Fan im Stadion lediglich als Stimmung erzeugendes Beiwerk, geschweige denn als Gesprächspartner auf Augenhöhe gesehen wird. Gleichzeitig kristallisiert sich eine Elite im Profifußball heraus, die finanziell Jahr für Jahr von den Töpfen der Fernsehgelder profitiert und dabei den Großteil der Liga abzuhängen droht oder schon längst uneinholbar hinter sich gelassen hat.

Die DFL hat aus dem Beinahe-Kollaps im Zuge der Coronakrise  nichts gelernt, der Fußball wird weiterhin bis auf den letzten Cent ausgequetscht und merkt dabei nicht, dass er sich immer weiter von den Fans, die ihn groß gemacht haben, entfernt. Wo die Prioritäten in Zukunft liegen, hat Frau Hopfen auf traurige Weise unter Beweis gestellt.

„Integrer Wettbewerb, gerechte Fernsehgeldverteilung und den Fan im Mittelpunkt statt digitaler Liga, Virtualität und Drohnen-Interviews – Hopfen: Fußball pur statt Eventkultur!“