25. Spieltag 1.FC Kaiserslautern – FSV Zwickau 1:1


‚Montagsspiele, Korruption und Geldgier, aber der Fussball entwickelt sich positiv? Seifert halts Maul!‘ So lautete unser Kommentar bezüglich der Äußerung des DFL-Geschäftsführers Christian Seifert, der im Zuge des DFL-Wirtschaftsreports 2019 einmal mehr unter Beweis stellte, wie weit entfernt man in den Chefetagen des deutschen Profifußballs von der Basis des Sports ist. Allein aufgrund der Tatsache, dass erneute Umsatzrekorde (welche sich seit der Saison 2010/2011 verdoppelt haben) erreicht wurden, malt sich die DFL eine rosarote Welt, in der der deutsche Fußball keine Probleme zu haben scheint. Einmal mehr wird bewiesen, was für die DFL wirklich zählt: das Geld und nichts anderes.
Die weiterhin vorangetriebene Spieltagszerstückelung (einer der Gründe für die Rekordeinnahmen), die Zahlung über 6,7 Millionen Euro mit der erwiesenermaßen das Abstimmungsverhältnis für die WM-Vergabe 2006 beeinflusst wurde, oder die lächerliche Teilnahme der chinesischen U-20 Nationalmannschaft am Ligabetrieb der Regionalliga Südwest im Jahr 2017 wären nur einige Punkte, die nicht so Recht in das Bild einer positiven Entwicklung im Fußball passen wollen.
Dabei wurde von uns lediglich die Spitze des Eisbergs aufgezeigt. Themen wie die Vergabepraxis von Stadionverboten, Verbote von Fanmaterialien, die Aufweichung der 50+1-Regel, der Videobeweis und noch einige Themen mehr bewegen landauf landab die Fans in den Stadien. Lösungen dafür, geschweige denn Interesse daran, sind weit und breit nicht in Sicht, sodass sich wohl auch in Zukunft der Fußball weiter von seiner Basis, den Fans, entfernen wird und die Herren in den Führungsetagen weiter in ihrer Blase aus Geld leben werden. Aber Hauptsache die angebotenen Summen für den Medienrechte-Vertrag ab der Saison 2021/2022 stimmen…