Pfalz Inferno Ultras Kaiserslautern

Neues vom Infostand


Servus Betzefans,

wie ihr euch vorstellen könnt, waren wir über den Sommer hinweg nicht untätig und haben einiges für euch an unserem Infostand im Angebot. Zunächst einmal möchten wir euch unser neu erscheinendes Paranoid 14 ans Herz legen, das wie gewohnt über die Spiele unserer Roten Teufel berichtet, sowie mit einigen weiteren Themen aufwartet. Genaueres könnt ihr der Ankündigung des Heftes weiter unten entnehmen.
Außerdem waren unsere Grafiker wieder fleißig und haben einige neue Motive für unsere Aufkleberpakete zusammengestellt. Daneben haben wir nach längerer Zeit mal wieder die 1€-Box bereit gestellt, in der ihr einige ältere Fanzines, sowie den Jubiläumswimpel der Meisterschaft ’98 erhaltet und auch die Restbestände der Pokalsiegershirts werden für nen Fünfer zu haben sein.

Zu guter letzt erhaltet ihr natürlich die üblichen Pins, Infos bezüglich der AsPIranten, sowie das neue gemeinsame Kurvenheft von FY, GL und uns, ’s Betze Heftche‘.

Schaut also mal vorbei, deckt euch mit allem nötigen ein, oder kommt einfach mal auf ein Bier bei uns vorbei. Wir sehen uns am Infostand!

Paranoid 14 erhältlich

Servus Betzefans und Fanzineleser!

Während die einen noch dabei waren über den Sommer hinweg die miese sportliche Leistung und die noch miesere Außendarstellung unseres Vereins zu verdauen, lenkten wir uns mit der Fertigstellung des Paranoids Nummer 14 ab. Vorausgesetzt, dass uns unsere Druckerei nicht wieder im Stich lässt, könnt ihr euch vom Ergebnis zur Saisoneröffnung gegen Unterhaching selbst überzeugen!

Neben der aus sportlicher Sicht tristen Rückrunde unserer Roten Teufel haben wir die Geschehnisse vom Verbandspokal zusammengetragen und unsere Hopperfraktion ihre Erlebnisse bei der WM 2018 in Russland aufschreiben lassen. Darüber hinaus überprüften unsere Mitglieder, ob die Mannschaft unter der spanischen Sonne auch tatsächlich lernt ordentlich gegen den Ball zu treten, oder das Wintertrainingslager zu einem Kurzurlaub für Spieler und Verantwortliche verkommt. Daneben werfen wir einen kritischen Blick auf das erste zurückgelegte Jahr als Kapitalgesellschaft, wobei versucht wurde, all die Wirrungen rund um die Führungsetage etwas zusammenzufassen und aufzuschlüsseln. Außerdem lassen wir einige Fanclubs die erste Saison in der Drittklassigkeit mit ihren Unterschieden zur zweiten Liga Revue passieren und blicken als Gruppe ganz allgemein auf das vergangene Jahr zurück. Abgerundet wird das ganze wieder von unseren Tops und Flops der Saison, einem Blick zu unseren Freunden nach Stuttgart, sowie einem Text zur Geschichte der Pfaffwerke in Kaiserslautern.
Wir hoffen mit der breit gefächerten Themenwahl wieder euren Nerv getroffen zu haben und freuen uns wie immer über Lob und Kritik.

Erhältlich ist das gute Stück ab dem Heimspiel gegen Unterhaching für 5€ an unserem Stand hinter der Westkurve, nach dem Spiel bei unseren fliegenden Händlern, oder per Mail an paranoid@pfalz-inferno.com. Solltet ihr euch für die letzte Variante entscheiden, kommen naturgemäß noch entsprechende Versandkosten auf euch zu.

Wir sehen uns am Stand!

Eure Paranoid-Redaktion

28. Spieltag 1.FC Kaiserslautern – Eintracht Braunschweig 0:0


Die Unruhen und Äußerungen der letzten Wochen in Bezug auf die Investorensuche wurden bereits beim Heimspiel gegen Halle thematisiert. Ohne großen Kommentar und appellierend an alle Verantwortlichen wurde klar gefordert, sich zusammenzureißen und für den FCK einzustehen.
Nachdem die Leier wieder losging und zum wiederholten Mal alles in der Öffentlichkeit ausgetragen wurde, gab es zum Heimspiel gegen Braunschweig einen noch deutlicheren und selbsterklärenden Appell der drei Ultragruppen. Persönlich wurde Aufsichtsratsmitglied Michael Littig angesprochen, der sein Eigeninteresse über unseren Verein zu stellen scheint und in der Öffentlichkeit munter drauflos plaudert.

„Keine Aufweichung des 4-Säulen-Modells“
„Kein Schnellschuss beim Investor“
„Littig, kümmer dich um deinen Scheiss“

Vier Ligen, vier Meister, vier Aufsteiger – Regionalliga Reform jetzt!


„Meister müssen aufsteigen!“ lautet die Forderung, die in den letzten Jahren regelmäßig in deutschen Stadien propagiert wurde, was deutlich zeigt, wie allgegenwärtig die Problematik rund um die Aufstiegsregelung der Regionalligen ist. Einhergehend mit der bisweilen letzten Reform 2012, wurde die zuvor dreigleisige Regionalliga fünfgleisig. Dies hatte zur Folge, dass die drei bestehenden Aufstiegsplätze in einer Relegationsrunde ausgespielt werden, bestehend aus den Meistern jeder Liga und dem Zweiten der mitgliederstärksten Regionalliga Südwest. In der Konsequenz wurde damit der Ertrag einer gesamten Saison von Hin- und Rückspiel in der Relegation abhängig gemacht. Ein solches Verfahren ist mit den Grundsätzen des Sportes in keiner Weise vereinbar, ganz zu schweigen von den wirtschaftlich, teils existenziellen, Konsequenzen, die ein solcher Verbleib in der Regionalliga für die, oftmals ohnehin schon klammen, Vereine nach sich zieht.
Im Laufe der vergangenen Jahre kam auch bei immer mehr Funktionären langsam, aber sicher die Einsicht, dass der Status quo nicht weiter hinnehmbar ist, sodass die Weichen für eine erneute Reform gestellt werden sollten.
Die Möglichkeit dies mit Inhalt zu füllen, wurde aufgrund von Eitelkeiten innerhalb der Verbände und diverser anderer Unzulänglichkeiten verpasst. Vielmehr gab es eine Übergangslösung, die dem Fairnesscharakter nicht im Ansatz gerecht wird und die Vereine teils sogar zu einem Wettrüsten animiert, bei dem die Vereine gezwungen sind, ein hohes finanzielles Risiko einzugehen. Eine vom DFB ins Leben gerufene „ad-hoc AG“ machte nur durch mangelnde Transparenz, fehlende Kommunikation, Statements, die im Anschluss wieder revidiert wurden und durch ihre Auflösung, mangels neuer Lösungsansätzen, von sich reden.

Bereits zuvor hatte sich im Zuge des Zusammenschlusses „Fanszenen Deutschlands“ eine, eigens für diese Thematik geschaffene, Arbeitsgruppe eingefunden. Das erklärte Ziel war es die Notwendigkeit einer Reform präsent zu halten und die damit verbundenen Probleme auszuwerten. Mit einem Fragebogen für Vereine und Fanszenen, sowie mit persönlichen Gesprächen, wurde versucht eine mögliche Reform, unter Betrachtung aller problematischer Gesichtspunkte, zu evaluieren. Hieraus resultierend wurden Kernpunkte erarbeitet, die aus unserer Sicht für eine Regionalliga Reform unerlässlich sind, wenn man vermeiden will, sich in absehbarer Zeit mit einer erneuten Reform befassen zu müssen.

Die Kernpunkte und die Auswertungen der Fragebögen, wurden der ad-hoc-AG des DFB in einem persönlichen Austausch offengelegt. Dieser Austausch ist als unzufriedenstellend zu bewerten, da immer wieder die Verantwortung von sich gewiesen wurde und auch die von uns gewonnenen Erkenntnisse nicht ausreichend weiterverwertet wurden.
Bis zum heutigen Tage liegt noch nicht ein einziger fundierter Reformvorschlag vor, vielmehr scheint es als hätten sich die Fronten zwischen den Beteiligten weiter verhärtet und das sich gegenseitig ausgesprochene Vertrauen scheint erloschen. Insbesondere die Rücknahme des Eingeständnisses, eines weiteren Absteigers in Liga 3, zugunsten einer Reform mit vier Ligen und vier Aufsteigern, ist eine mehr als deutliche Reaktion auf die stagnierenden Fortschritte.

Durch diese Entwicklung bestärkt ist es uns ein Anliegen, nunmehr einen eigenen Reformvorschlag zur Debatte zu stellen.
Dieser befasst sich neben der Kernproblematik „Aufstiegsregelung“, auch mit grundsätzlichen Problemen, wie fehlende ligaübergreifende Strukturen, der geografischen Aufteilung der Ligen und der Rolle von Zweitvertretungen innerhalb der Liga.
Wir hoffen, dass durch diesen Reformvorschlag nunmehr eine Grundlage gegeben ist, um sich endlich tiefgehend und ergebnisorientiert mit der Situation zu befassen. Die Regionalliga, in ihrer Form als Schnittstelle zwischen Amateur- und Profifußball, hat in den vergangenen Jahren an immer größerer Bedeutung gewonnen und sollte daher nicht weiter als Bühne für Unvermögen und Eitelkeiten der Funktionäre herhalten müssen. Viel eher sollte sie von Werten der sportlichen Fairness und Chancengleichheit geprägt sein. Daher fordern wir alle Beteiligten auf, persönliche Empfindlichkeiten hinter diesen Werten hintenanzustellen und basierend auf diesem Reformvorschlag eine Lösung zu erarbeiten in denen sich alle Beteiligten wiederfinden können.

25. Spieltag 1.FC Kaiserslautern – FSV Zwickau 1:1


‚Montagsspiele, Korruption und Geldgier, aber der Fussball entwickelt sich positiv? Seifert halts Maul!‘ So lautete unser Kommentar bezüglich der Äußerung des DFL-Geschäftsführers Christian Seifert, der im Zuge des DFL-Wirtschaftsreports 2019 einmal mehr unter Beweis stellte, wie weit entfernt man in den Chefetagen des deutschen Profifußballs von der Basis des Sports ist. Allein aufgrund der Tatsache, dass erneute Umsatzrekorde (welche sich seit der Saison 2010/2011 verdoppelt haben) erreicht wurden, malt sich die DFL eine rosarote Welt, in der der deutsche Fußball keine Probleme zu haben scheint. Einmal mehr wird bewiesen, was für die DFL wirklich zählt: das Geld und nichts anderes.
Die weiterhin vorangetriebene Spieltagszerstückelung (einer der Gründe für die Rekordeinnahmen), die Zahlung über 6,7 Millionen Euro mit der erwiesenermaßen das Abstimmungsverhältnis für die WM-Vergabe 2006 beeinflusst wurde, oder die lächerliche Teilnahme der chinesischen U-20 Nationalmannschaft am Ligabetrieb der Regionalliga Südwest im Jahr 2017 wären nur einige Punkte, die nicht so Recht in das Bild einer positiven Entwicklung im Fußball passen wollen.
Dabei wurde von uns lediglich die Spitze des Eisbergs aufgezeigt. Themen wie die Vergabepraxis von Stadionverboten, Verbote von Fanmaterialien, die Aufweichung der 50+1-Regel, der Videobeweis und noch einige Themen mehr bewegen landauf landab die Fans in den Stadien. Lösungen dafür, geschweige denn Interesse daran, sind weit und breit nicht in Sicht, sodass sich wohl auch in Zukunft der Fußball weiter von seiner Basis, den Fans, entfernen wird und die Herren in den Führungsetagen weiter in ihrer Blase aus Geld leben werden. Aber Hauptsache die angebotenen Summen für den Medienrechte-Vertrag ab der Saison 2021/2022 stimmen…