Rückblick: Fankongress 2012

Geschrieben von Maestro am 4. Februar 2012 | Abgelegt unter Allgemeines

Am 14. und 15. Januar kamen in Berlin über 500 Teilnehmer aus über 60 verschiedenen Vereinen zusammen um mit den Verantwortlichen über aktuelle Themen wie z.B. die Anstoßzeiten, Pyrotechnik, überzogene Polizeigewalt, Eintrittspreise oder die 50+1 Regel zu diskutieren.

Sicher habt ihr die unzähligen Medienberichte der letzten Wochen mal mehr, mal weniger verfolgt. Habt ihr aber der Presse auch wirklich vernehmen können über welche Themen genau diskutiert wurde und was die Ergebnisse waren?

Um etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen verweisen wir auf folgende Seiten:

Zusammenfassung der Diskussionen als PDF: [ANSCHAUEN]

Berichte diverser Fanseiten:

Der-Betze-Brennt
JaWattDenn
SchwatzGelb

Pressespiegel: [Anschauen]

Der Fankongress auf Youtube: [Anschauen]

Diskussion im Sportstudio (ab Minute 5): [Anschauen]

Fotos von Der-Betze-Brennt: [Anschauen]

Zum Erhalt der Fankultur!

fk

Live-Berichterstattung vom Fankongress aus Berlin

Geschrieben von Team am 13. Januar 2012 | Abgelegt unter Allgemeines, Ankündigungen

Der Fankongress 2012 steht kurz bevor. Bisher haben sich über 500 Teilnehmer von über 60 verschiedenen Vereinen angemeldet und über 70 Referenten zugesagt. Wir gehen aber natürlich davon aus, dass sich noch viel mehr Menschen für den Fankongress, seine Inhalte und die Ergebnisse interessieren. Deswegen haben wir uns dazu entschieden, Euch ständig auf dem Laufenden zu halten und auch den „Daheimgebliebenen“ Einblicke in den Fankongress in Berlin zu gewähren. Ihr könnt dem Geschehen auf unserer Facebook-Seite, unserem twitter-Kanal und dem Blog http://www.erhalt-der-fankultur.de/ folgen.

Danke an dieser Stelle für die Unterstützung an das Online-Fanmagazin Schwatzgelb.de.

FÜR DEN ERHALT DER FANKULTUR

Rezension: Streunende Köter (Domenico Mungo)

Geschrieben von Team am 24. Dezember 2011 | Abgelegt unter Gedanken aus der Kurve

Das Buch Cani Sciolti (Streunende Köter) erzählt von Domenico Mungo, einem Ultra auf der Flucht ins Exil. Die Geschehnisse des 2. Februar zwingen ihn und die anderen Ultra-Autoren zu einem Leben in der Illegalität. Gemeint sind hierbei die Geschehnisse rund um das sizilianische Derby zwischen Catania und Palermo, der Tod von Agent Filippo Raciti und die Folgen aus den harten Repressionen gegen alle Ultras in Italien.

Domenico Mungo, ein Ultra der stolzen Viola aus Florenz, und ehemaliges Mitglied des “collettivo autonomo viola 1978″ hat es sich zur Aufgabe gemacht, zahlreiche Mitschriften und Erzählungen von anerkannten Ultras aus ganz Italien zusammenzutragen, um die glorreichen Jahre seiner Bewegung am Leben zu halten und diese in seinem Buch zu veröffentlichen. Dass diese Texte für viele Leser vielleicht etwas erschreckend wirken könnten, ist nachvollziehbar, da sich die meisten Kapitel mit Gewalt gegen Ultras anderer Mannschaften und den „primo Nemico“ – die Polizei – beschäftigen.

Das Besondere an diesem Buch ist jedoch, dass man auch, beziehungsweise gerade in diesen Kapiteln, aus jedem einzelnen Wort die Leidenschaft der italienischen Ultras herauslesen kann; die bedingungslose Liebe zu Stadt, Gruppe und Verein, das Verteidigen des Gruppenbanners bis aufs Blut, Häme und Spott der Gegner durch kreative Spruchbänder und Choreografien und nicht zuletzt die Verteidigung der eigenen Ehre und Würde bei einer Unterzahlsituation in Genova.

Streunende Köter – Cani Sciolti – sind die gruppenlosen Ultras, die in Einzelgruppen inkognito, durch ganz Italien reisen, um ihre Mannschaft und ihre Stadt zu unterstützen. Ich bin mir sicher, dass sich der ein oder andere Leser in der einen oder anderen Situation wiedererkennt!

Geht weg vom Internet, nehmt euch das Buch zur Hand und genießt ein paar interessante Stunden auf dem heimischen Sofa.

Das Buch gibt es bei Heimspielen an unserem Infostand und auf der Homepage von Blickfang Ultra.

Rückblick: Hannover – 1.FC Kaiserslautern e.V.

Geschrieben von Team am 19. Dezember 2011 | Abgelegt unter Aktionen, Fotos, Rückblick

Offener Brief der Pyrotechnik legalisieren-Kampagne an den DFB

Geschrieben von Team am 9. Dezember 2011 | Abgelegt unter Allgemeines, Gedanken aus der Kurve

Sehr geehrter Herr Zwanziger, sehr geehrter Herr Rauball!

Am 2.11.2011 teilten Sie mittels einer Pressemitteilung das Ende der Diskussion um Pyrotechnik mit. Zitat: “Weiterhin nicht in Frage kommt eine sogenannte `Legalisierung` von Pyrotechnik. Bestätigt wird das Verbot durch ein vom DFB-Präsidium in Auftrag gegebenes unabhängiges Rechtsgutachten.”

Wir hatten zuvor unsererseits ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, welches bestätigte, dass unter bestimmten Bedingungen der legale Einsatz von Pyrotechnik in Stadien durchaus möglich ist.

Eine gemeinsame seriöse Aufarbeitung der Rechtslage wäre nun durch weiteren Dialog und einen Abgleich der Gutachten möglich gewesen. Dieser Dialog war aber Ihrerseits nicht gewollt, denn trotz vorheriger Zusage blieb unsere Nachfrage bezüglich der Einsichtnahme in das Gutachten bis heute unbeantwortet. So mussten wir die einseitige Beendigung der Gespräche zwischen DFB/DFL und unserer Kampagne zunächst hinnehmen.

Danach war in der Presse u.a. von “Geisterdebatten” die Rede – Sie versuchten, die Kampagne in der Öffentlichkeit zu diffamieren. Unsere Antwort auf Ihren Konfrontationskurs entnehmen Sie der entsprechenden Pressemitteilung unter http://www.pyrotechnik-legalisieren.de.

Es war uns inzwischen möglich, Einblick in das von Ihnen in Auftrag gegebene Gutachten zu nehmen und es rechtlich auswerten zu lassen. Es ist nun auch klar, warum man uns und auch der interessierten Öffentlichkeit die Einsichtnahme verwehrt: Denn auch Ihr Gutachten bestätigt, dass die legale Verwendung von Pyrotechnik unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist!

Obwohl wir nun Kenntnis darüber erlangten, dass Sie nicht nur uns, sondern auch die Vereine und die Öffentlichkeit erneut bewusst getäuscht haben, geben wir Ihnen die Chance, mit uns an den Verhandlungstisch zurück zu kehren.

Dabei erwarten wir eine ehrliche Aufarbeitung der Thematik unter Zuhilfenahme unserer Konzeption, die – wie wir nun durch 2 unabhängige Rechtsgutachten feststellen durften – rechtlich umsetzbar ist.

“Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren”

    Gutachten-Auszüge:

Im “Rechtsgutachten zu den Möglichkeiten eines begrenzten Einsatzes von Pyrotechnik in Fußballstadien” (in Auftrag gegeben durch den DFB) wird bestätigt, dass der “begrenzte Einsatz von Pyrotechnik in Fußballstadien” unter “einschränkenden Voraussetzungen möglich” ist.

Diese Voraussetzungen enthalten, dass der Antrag durch den Verein gestellt, der Stadionbetreiber seine Zustimmung erteilt und das Einvernehmen und die Zustimmung “aller für die Sicherheit und Ordnung örtlich zuständigen Behörden” bestehen.

Des Weiteren werden geeignete, namentlich bekannte Personen, Sicherheitsabstände, ausgewiesene Zonen, bestimmte Zeiten und geeignete Pyrotechnik als Einschränkungen genannt.

Über genau diese Einschränkungen hatten wir mit dem DFB und der DFL verhandelt und sie für eine gewisse Testphase akzeptiert, um z.B. zumindest bei Choreographien Pyrotechnik legal einsetzen zu können.

Das Gutachten erwähnt: “auch bei Vorliegen aller gesetzlichen, behördlichen und vertraglichen Voraussetzungen steht der begrenzte Einsatz von Pyrotechnik in Fußballstadien zusätzlich unter DFB verbandsinternen Erlaubnisvorbehalt”.

Genau darüber hatten wir mit DFB/DFL gesprochen (wie auch in den offen gelegten Gesprächsprotokollen nachweisbar). Wären obenstehende Voraussetzungen erfüllt, hätte der DFB gemäß seinen Sicherheitsrichtlinien eine Genehmigung nach §34 (1) erteilt.

Das Entgegenkommen ging sogar noch weiter. Wie den Gesprächsprotokollen, die uns am 13.7.2011 vom DFB in dieser Form bestätigt wurden, zu entnehmen ist: “Wenn die Einzelfälle funktionieren, soll es in den Richtlinien eine neue Anlage geben, in der das Verfahren, welches für eine Genehmigung von Pyrotechnik in Stadien nötig ist, festgeschrieben wird.”

Das Gutachten des DFB befasst sich mit dem Versammlungsstättenrecht, dem Sprengstoffrecht und europarechtlichen Vorschriften und begutachtet anschließend die Handlungsmöglichkeiten. Hier werden die Erlaubnis der Feuerwehr, die Zustimmung des Betreibers, das behördliche Einvernehmen der für die Sicherheit zuständigen Behörden und die Richtlinien des DFB genannt. All diese Faktoren sind in unserer Konzeption ebenfalls berücksichtigt.

Abschließend werden die haftungsrechtlichen Regelungen besprochen. Das zivilrechtliche Haftungsrisiko wird als versicherbar benannt, ein strafrechtliches Risiko sei nicht erkennbar.

Das Gutachten ist gezeichnet am 1.11.2011.

Die Pressemitteilung des DFB wurde am 2.11.2011., 14.30 Uhr online gesetzt. Selbst wenn das Gutachten per Email zugestellt sein sollte, muss jeder für sich bewerten, ob in dieser kurzen Zeitspanne tatsächlich eine Prüfung des Gutachtens durch den DFB vorgenommen werden konnte.

Pyrotechnik legalisieren – Emotionen Respektieren 08.12.2011

Neues vom Infostand…

Geschrieben von Team am 22. November 2011 | Abgelegt unter Allgemeines, Ankündigungen

Für die kalte Winterzeit hat unser Infostand-Team ein ganz besonderes Angebot für euch. Die Paranoid-Ausgaben 2,3 & 4 gibt es bis zum Ende dieses Jahres zusammen für 10€. Schaut also bei den kommenden Heimspielen gegen die “alte Dame” aus Berlin und den Hannoverschen Sportverein 96 an unserem Infostand vorbei. Das Angebot zählt natürlich auch für alle online eingegangenen Bestellungen (paranoid@pfalz-inferno.com + Porto).

Die vergangenen vier Jahre mit unserem 1.FC Kaiserslautern e.V.: Viele Höhen und Tiefen, die jedem Lautern-Fan in Erinnerung bleiben sollten!

Rückblick: 1.FC Kaiserslautern e.V. – Bayer Leverkusen

Geschrieben von Team am 20. November 2011 | Abgelegt unter Aktionen, Rückblick

Aufgrund zunehmend erschreckender Berichterstattung der deutschen Medienlandschaft sahen wir uns in der Pflicht, während des vergangenen Spiels die Stadiongänger mit Hilfe zweier Spruchbänder auf dieses Problem aufmerksam zu machen. Die Berichterstattung über Pyrotechnik, über angebliche Randale und über die Fankultur im Allgemeinen ist alarmierend! Funktionäre, Verband und Vereine müssen endlich einsehen, dass die Art und Weise, wie wir unser Fandasein ausleben, keine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt, sondern für eine bunte, lautstarke, traditionelle Fankurve steht!

Immer wieder behauptete Unwahrheiten der Medien werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten!

Immer wieder behauptete Unwahrheiten der Medien werden nicht zu Wahrheiten, sondern was schlimmer ist, zu Gewohnheiten!

Neben diesen Spruchbändern unterstützen wir ausdrücklich die Aktion der „Fanregion Lautre“, welche zum Einlaufen der Mannschaften mit Hilfe überdimensionaler T-Shirt-Doppelhalter unserem geliebten Verein klar machte, dass die gesamte Kurve das „Projekt Hoffenheim“ ablehnt!

Eine Kurve - Ein Verein - Gemeinsam gegen Hoffenheim

Eine Kurve - Ein Verein - Gemeinsam gegen Hoffenheim

Neues vom Infostand

Geschrieben von Team am 10. November 2011 | Abgelegt unter Ankündigungen

Zum Heimspiel gegen Leverkusen gibt es, neben unseren altbekannten Motiven, neue Buttons zu erwerben. Diese werden, wie gewohnt, zu einem Preis von jeweils 1,- € das Stück verkauft. Hier ein kleiner Vorgeschmack was euch erwartet.

Weiterhin haben wir unsere Paranoidausgaben 2, 3 und 4 im Verkauf. Beim Kauf aller drei Ausgaben, bekommt ihr diese zum Sonderpreis von insgesamt 10,- € .

Neben diesem Angebot  haben wir auch noch Aufkleber und Collagen und die zwei neuen Ausgaben von Erlebnis Fussball(#53) und Blickfang Ultra(#22) und das Buch “Streunende Köter” (in limitierter Anzahl) für euch.

Schaut doch einfach mal an unserem Infostand vorbei, es lohnt sich!

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Aktuelle Fandebatte: Mehr Sachlichkeit, bitte!

Geschrieben von Team am 7. November 2011 | Abgelegt unter ProFans

ProFans bestürzt über aktuelle Äußerungen von Offiziellen / Sachlichkeit bleibt auf der Strecke / Differenzierung notwendig / Verantwortung liegt auch bei den Medien.

ProFans ruft zu mehr Sachlichkeit in der aktuellen Fandebatte über Pyrotechnik und Gewalt auf. Die im Fanbündnis organisierten Gruppen sind bestürzt über den Verlauf der öffentlichen Diskussion und die Äußerungen von Offiziellen sowie die Vermischung der Themenfelder – auch in den Medien des Landes. Eine differenzierte Herangehensweise ist unbedingt notwendig, eine Diskussion mit Fans statt über Fans unumgänglich.

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Stellungnahme: “Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren”

Geschrieben von Team am 4. November 2011 | Abgelegt unter Allgemeines

Die Entwicklungen der letzten Wochen bereiten uns große Sorgen. War es der Kampagne und den Vertretern der Verbände noch im Frühjahr gelungen, offensichtlich konstruktiv gemeinsam am Tisch zu sitzen, hat sich die Verbands-Seite weiter denn je von diesem Tisch entfernt. Die aktuelle Veröffentlichung des DFB verwundert wenig, ebenso der zitierte Wortlaut des vom DFB in Auftrag gegebenen Rechtsgutachtens. Aber: Die Schärfe und die neuerliche Hetzjagd auf Fußballfans sind erschreckend. Desweiteren registrieren wir erstaunt Formulierungen wie “Geister-Debatte”. Worüber, wenn nicht über den legalen und verantwortungsvollen Umgang mit Pyrotechnik wurde in drei Treffen in der DFB-Zentrale jeweils mehrere Stunden hinweg gesprochen? Verleugnet die Verbands-Seite jetzt nicht nur die Absprachen untereinander, sondern sogar die Gespräche? Bereits unter Helmut Spahn gab es positive Rechtsexpertisen, die vom DFB in Auftrag gegeben wurden und die espräche wurden schriftlich protokolliert, teilweise auch vom DFB gegengelesen und bestätigt. Wir erwägen, diese Dokumente der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Ebenso entspricht es nicht den Tatsachen, dass wir nach dem Moratorium eine deutschlandweite Freigabe von Pyrotechnik erwartet hätten. Vereinbart und ohnehin unsererseits angestrebt ist eine lokale Genehmigungspraxis. Wie schriftlich dokumentiert bestand die Vereinbarung darin, dass wir nach dem erfolgten Pyroverzicht eben genau diese Möglichkeit bekommen: eine lokale, vorerst einzelfallbezogene Genehmigung in den Stadien, die von den zuständigen Institutionen auf Anfrage der Vereine die Genehmigung erhalten. Hier sollte der DFB dann kein Veto mehr einlegen. Nicht mehr und nicht weniger.

Mit Aussagen, wie von Herrn Niersbach getätigt, man müsse „begreifen, dass ein Stadion keine rechtsfreie Zone ist”, wird wiederum bewiesen, wie wenig sich tatsächlich von Seiten des DFB und der DFL mit der Thematik und unserem Anliegen auseinandergesetzt wurde. Im Stadion gelten neben den üblichen Gesetzen die Versammlungsstättenverordnungen. Aber auch und insbesondere gilt, dass die Vereine hier ihr Hausrecht ausüben dürfen. Dementsprechend besteht die rechtliche Möglichkeit, eine Anfrage auf die Nutzung bestimmter Pyrotechnik zu genehmigen, wenn vor Ort der Verein, Sicherheitsberater, Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt zugestimmt haben. Unser Rechtsgutachten hat die Genehmigungsfähigkeit von Pyrotechnik in Stadien unter bestimmten Voraussetzungen als gegeben herausgestellt, und diese Rechtsansicht wird auch von der AG Fananwälte bestätigt. Der DFB als Verband sollte sich nicht anmaßen, sich über Entscheidungen der örtlichen Institutionen und Vereine zu stellen, wenn alle erforderlichen Genehmigungen eingeholt wurden und sich an die geltenden Gesetze und Verordnungen gehalten wird.Die Aussage aus dem Gutachten des DFB “Anträge auf Zulassung von Pyrotechnik durch Besucher/Fangruppen sind zwingend durch die für den Brandschutz zuständige Behörde abzulehnen.” ist auch nach unserer Ansicht völlig korrekt. Den Antrag stellt immer der Verein, das ist aus Rechtsgründen gar nicht anders möglich, zeigt aber, wie wenig sich scheinbar selbst in dem Gutachten mit unserem Konzept auseinandergesetzt wurde.

Ebenso ist die Aussage, dass der Pyroverzicht nicht geklappt habe, haltlos. Die Bedingungen des Pyroverzichts haben wir uns schriftlich bestätigen lassen und wir standen während des Moratoriums im ständigen Kontakt zum DFB. Unser Teil der Vereinbarung wurde nachweislich eingehalten. Wenn nach einem so klaren Wortbruch seitens des DFB, der nun von dieser Vereinbarung nichts mehr wissen will, oder wahlweise den Pyroverzicht als misslungen bezeichnet, die Gruppen empört sind, sollte dies niemanden verwundern.

Mehr Repression, strengere Verbote und härtere Strafen werden das Problem nicht lösen, sondern es weiter verschärfen. Zu dieser Erkenntnis waren neben Herrn Spahn bereits viele Personen aus Kreisen der Verbände, der Politik, der Polizei und der Soziologie gekommen. Die jetzige Haltung des DFB ist somit ein klarer Rückschritt, geprägt von Unkenntnis der Sachlage und Populismus.

Natürlich haben wir auch die Vorfälle wie z.B. in Dortmund selbstkritisch reflektiert. Wie einer unserer Sprecher aber bereits erwähnte – durch den plötzlichen Rückzug von DFB und DFL vom Verhandlungstisch sind die Fans aufgebracht und der Rückhalt der Kampagne wurde um einiges geschwächt. Somit haben sich die Verbände mit ihrem Vorgehen selber einen Bärendienst erwiesen – diese Probleme hätte es ohne ihr Verhalten höchstwahrscheinlich nicht gegeben.

Wir werden als Kampagne trotzdem weiter an unseren Zielen arbeiten, da wir um die generelle Genehmigungsfähigkeit wissen, und weiterhin die Meinung vertreten, dass wir eine Lösung nur gemeinsam erarbeiten können. Wir fordern daher die Verbände auf, ihren Platz am runden Tisch wieder einzunehmen und unabhängig von der derzeitigen Situation sachlich und konstruktiv weiter an einer seriösen Lösung zu arbeiten.

“Pyrotechnik legalisieren – Emotionen respektieren”, 04.11.2011

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